Informationsportal „Neutrale Schulen“: Kritische Schüler werden als Nazis beschimpft / Wolf: „Unbequeme aber notwendige Debatte angestoßen“

2
6132
Vorsicht: Kritische Schülerinnen und Schülerr werden schnell mit dem bösen N-Wort belegt.

Hamburg, 05.10.2018 – Seit dem 18. September ist das Informationsportal „Neutrale Schulen Hamburg“ der AfD-Fraktion am Start. Der Zuspruch von Betroffenen war von Anfang an groß. Das gilt auch für das Medieninteresse. In die Berichterstattung mischen sich aber ebenso viele Falschbehauptungen wie Übertreibungen. „Neutrale Schulen Hamburg“ ist kein Online Pranger und ruft nicht zur Denunziation von Lehrern auf. Nur in Ausnahmefällen, wenn eine schulinterne Konfliktlösung nicht möglich scheint, sollen Vorfälle an die AfD-Fraktion über ein Kontaktformular gemeldet werden, die dann nach einer Überprüfung vertraulich an die Schulbehörde weitergeleitet werden.

Der schulpolitische Sprecher und Vorsitzende der AfD-Fraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft Dr. Alexander Wolf zieht eine Zwischenbilanz: „Infolge der Berichterstattungen konnten wir in den letzten Tagen ein erhöhtes Aufkommen auf unserer Seite feststellen. Eine Flut an satirischen Beiträgen können wir nicht bestätigen. Ernstzunehmende und scherzhafte Beiträge halten sich nach einer ersten Sichtung von mehreren hundert Beiträgen etwa die Waage. Eine abschließende Beurteilung ist noch nicht möglich. Uns erreichen viele Hinweise zu Einflussnahmen gegen die AfD im Unterricht, im Rahmen von Unterrichtsprojekten oder in Form von Aushängen in den Schulen. Des Weiteren erhalten wir Hinweise zu Vorfällen, welche das demonstrative Beten von Muslimen in Hamburger Schulen thematisieren. Hieraus ergeben sich möglicherweise Konflikte zwischen der Wahrung des Schulfriedens und der negativen Bekenntnisfreiheit der übrigen Schülerschaft.
Zahlreiche Schüler berichten auch über ein Diskussionsklima im Politikunterricht (Fach PGW), in dem sie sich nicht mehr trauen, die Flüchtlingspolitik Angela Merkels zu kritisieren, weil sie von Mitschülern undifferenziert als „Nazis“ beschimpft würden. Das hohe Medieninteresse hat auch dazu geführt, dass sich Schüler zunehmend ein eigenes Bild von der Plattform machen und nicht nur die Berichterstattung in den Medien wahrnehmen. Dazu erhalten wir überwiegend positive Rückmeldungen.
In der Tat erreichen uns auch satirische/witzige Beiträge. Darunter sind richtige Kunstwerke, über die wir in der Fraktion auch schmunzeln können. Problematisch sind allerdings Mitteilungen von Personen, die sich als Lehrer ausgeben und unsere Fraktion/Partei heftig beleidigen oder sogar mit Gewalt drohen. Dieses Verhalten ist beschämend; es zeigt aber auch, dass wir mit unserer Aktion eine unbequeme und notwendige Debatte angestoßen haben.“

2 Kommentare

  1. Ich befürworte dieses Informationsportal uneingeschränkt, denn ich habe selbst schulpflichtige Kinder in einer niedersächsischen Kleinstadt und habe den politischen Einfluß, bzw. den versuch der Einflußnahme seitens der Lehrer selbst von meinen Kindern berichtet bekommen.
    Politische Bildung in der Schule darf nicht mit politischer Indoktrinierung, Werbung für bestimmte ideologische Haltungen verbunden sein. Man kann es nun mal keiner Lehrkraft untersagen, in „legitimen, demokratische gewählten Parteien“ engagiert zu sein, wobei ich gerade bei Lehrersympathie zu den grünen meine Bedenken habe. Auf der Schule meiner beiden ältesten kinder spaziert auch ein Lehrer ganz unverhohlen mit einer Tragetasche herum, welche den Werbeaufdruck von Bündnis 90/ die grünen trägt. Wenn es um das Thema Migranten geht, wird deren gesteigerte Gewaltbereitschaft kontinuierlich dementiert. Die Schulen, so habe ich den eindruck, werden zur politischen Steuerung der Schüler mißbraucht und hier ist eindeutig das Ende der Fahnenstange bezüglich der Akzeptanz- und Toleranzgrenze erreicht, ja, überschritten.
    Ich befürworte daher das dringend notwendige Informationsportal „neutrale Schulen“ und hoffe, daß es diese Möglichkeit derartige Vorfälle in den Schulen zu melden, auch in anderen Städten unseres Landes geben wird.

    Mit freundlichen Grüßen

    Jürgen Kranitz

  2. Das ist das Ergebnis der politischen Indoktrination der Schüler:

    „Befremdlich“, wenn AfD-“Fans“ nett sein können?
    Im Hamburger Wochenblatt Nr. 48, 28.11.2018 in der Schülerkolumne findet sich folgender Artikel:

    „Wundern über AfD-Fans“ von Leon Witte (18)

    „Ich habe bei zwei Neuseeländern geschlafen. Einfach so. Die haben mich angesprochen und angeboten, eine Nacht bei ihnen zu schlafen. Daraus hat sich einer der besten Tage entwickelt….wir sitzen am Strand … und es entwickelt sich eine Art Freundschaft. Obwohl wir auch über Politik reden. Über deutsche Politik. Meinungsvielfalt ist gut und wichtig. Die beiden sind sicherlich keine Nazis. Trotzdem ist es befremdlich, wenn zwei so offene Menschen mehr Sympathien für die AfD haben, als für alle anderen deutschen Parteien. Hier, im Paradies auf Erden, fühlt man sich von der Migrationspolitik der AfD angesprochen. Der Partei, die von einem Skandal in den nächsten rutsch und es immer so darstellt als wäre sie das Opfer. Warum interessieren sich Neuseeländer überhaupt für die europäische Migrationspolitik? ….Es ist befremdlich, dass Menschen mit so unterschiedlichen Meinungen doch auch ganz nett sein können.“ 

    Der Mann, der glaubt er sei für Meinungsvielfalt, kommt nicht auf die Idee zu fragen: „Warum sehen die anderen es anders als er? Woran liegt es, dass sogar in Neuseeland bekannt ist, was hier in Deutschland in Sachen sog. Migration los ist und es von offenen Menschen anders gesehen wird als von ihm selbst?

    Am erschreckendsten ist jedoch, dass er es befremdlich findet, wenn Menschen anders denken in Sachen AfD und dennoch „ganz nett“ sein können.
    Wie sollen die denn sonst sein? Nazi-Monster wie er es in der Schule und den Medien lernt?

    Befremdlich ist vielmehr, dass ein junger Mann eine Erfahrung, die er so beschreibt: „Daraus hat sich eine der besten Tage entwickelt.“ so fehl verarbeitet hat.

    So hat er eine Chance verpatzt, sein Denken zu öffnen, nicht etwa dafür, dass die AfD etwa positiv sei, sondern dafür, dass nette offene Menschen die AfD als die beste Partei in Deutschland erkennen.

    Am Ende des Artikels als Kontaktdaten angegeben: Curslacker Neuer Deich 50, 21029 Hamburg wbv.redaktion@hamburger-wochenblatt.de

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!

Ich akzeptiere

Please enter your name here