Kindergeld: Hunderttausende Euro gehen ins Ausland / Wolf „Unsere Verantwortung gilt dem Nachwuchs im eigenen Land“

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Kohle für Kids? "Die Verantwortung jedes Staates gilt zunächst vor allem dem Nachwuchs im eigenen Land. "

In Deutschland Kindergeld kassieren, und es dann der Familie in Rumänien, Griechenland oder anderswo im Ausland zukommen lassen? Dieses Geschäftsmodell war und ist mit Sicherheit nicht im Sinne der Abgeordneten, die den Gesetzesentwurf zur Einführung des Kindergeldes 1954 im Bundestag verabschiedeten; heutzutage wird es indes im großen Ausmaß praktiziert. Das gilt besonders für Hamburg, wie eine Anfrage der AfD-Fraktion (Drucksache 21/14035) zeigt. Beispielsweise explodierten in der Hansestadt die Kindergeld-Zahlungen nach Rumänien zwischen 2012 und 2018 um 821 Prozent – von 13.444 Euro auf 123.830 Euro. Immense Steigerungsraten sind ebenfalls für Ungarn und Griechenland zu verzeichnen.

Außerdem das Missbrauchsthema: Fließt das Geld ins Ausland, ist einem Missbrauch der Gelder – etwa mittels gefälschter Geburtsurkunden – nur schwer auf die Spur zu kommen. Vor kurzem erst ermittelte die Hamburger Staatsanwaltschaft gegen Kindergeldbetrüger, die vor allem aus Indien und Russland kamen. In mehr als 40 Fällen wurden jeweils mehr als 10.000 Euro ergaunert.

Dazu der Vorsitzende der AfD-Fraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft Dr. Alexander Wolf: „Kinder sind unsere Zukunft. Sie sind etwas Kostbares. Die Verantwortung jedes Staates gilt aber zunächst vor allem dem Nachwuchs im eigenen Land. Es ist nicht unsere Aufgabe, den Kinderreichtum in anderen Ländern zu finanzieren, sondern hier in Hamburg und im übrigen Deutschland. Eine gesetzliche Regelung muss her, die diese Zahlungen ins Ausland deutlich einschränkt.“

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