Gruppenvergewaltigung: Bewährung für Vergewaltiger – Knast für Beleidigung / Nockemann: „Vertrauen in Rechtsstaat bricht“

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Im 2020 ereignete sich im Hamburger Stadtpark ein furchtbares Sexualverbrechen. Eine damals 15-Jährige wurde von neun Jugendlichen vergewaltigt. Acht von ihnen erhielten eine Bewährungs- und nur einer eine Haftstrafe. Von den neun Vergewaltigern haben acht einen Migrationshintergrund.
Viele Bürger erachteten das Urteil als zu milde und ließen insbesondere im Internet ihrer Wut freien Lauf. Im Netz gab es viele Anfeindungen und Beleidigungen, auch gegen die Sexualstraftäter.
Nun wurde eine 20-jährige Frau zu einem Freizeitarrest in einer Jugendstrafanstalt verurteilt, weil sie einen der Täter persönlich beleidigte und bedrohte.
Laut Medienberichten gibt es Ermittlungen gegen rund 140 Verdächtige wegen Hasspostings. Die AfD-Fraktion will in einer Kleinen Anfrage weitere Hintergründe dazu erfahren.

Dazu der Fraktionschef und innenpolitische Sprecher Dirk Nockemann:
„Nach der furchtbaren Gruppenvergewaltigung und dem Skandalurteil sind viele Menschen zurecht empört. Einige Bürger schießen mit ihren Emotionen allerdings über das Ziel hinaus, was in manchen Fällen auch kritikwürdig ist. Werden jedoch unbedachte verbale Äußerungen schwerer bestraft als diese bestialische Vergewaltigung, bekommt der Bürger das Gefühl, dass die juristischen Maßstäbe auf den Kopf gestellt werden. Jene, die solche Urteile kritisieren, dürfen nicht härter bestraft werden als jene, die solche Untaten begehen. Das Vertrauen in unsere Justiz bricht sonst.“