Neuer Stadtteil Grasbrook / Wolf: „Stadt ist kein Versuchslabor“ / Reich: „Probleme ausgeblendet“

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Der Sprung über die Elbe soll nun endlich mit den neuen Stadtteil Grasbrook am nördlichen Ufer der Elbinsel Wilhelmsburg gelingen. Schon wieder: ein Stadtteil komplett ohne Autos. Der Senat legte die Funktions- und Freiraumplanung für einen weiteren komplett neuen Stadtteil vor – mit mindestens 6.000 Menschen und 16.000 Arbeitsplätzen eingekesselt von der Schwerindustrie des Hafens und den Elbbrücken mit den Schienensträngen auf der anderen Seite.

Dazu der stadtentwicklungspolitische Sprecher und Fraktionsvizechef Dr. Alexander Wolf:
„Der Senat feiert sich mit der Funktionsplanung zum Grasbrook mit den üblichen stadtplanerischen Allgemeinplätzen. Mit leeren Worthülsen wird eine zeitgeistige Architektur fokussiert und man bewundert die besondere Lagegunst des Grasbrooks am Wasser. 35 Prozent der Wohnungen sollen öffentlich gefördert werden und vordringlich Wohnungssuchenden zur Verfügung gestellt werden. Die Bürger dürfen wie in Oberbillwerder kein eigenes Auto mitbringen, wenn sie dort wohnen möchten. Es gibt lediglich einen Stellplatzschlüssel von 0,2, d.h. 1000 Bürger teilen sich 200 Parkplätze in abgelegenen Tiefgaragen. Ein Ort, an dem sich die Stadt ausprobiert.
Ich fordere: Schluss mit den Experimenten, die Stadt ist kein Versuchslabor. Wir fordern eine realistische Planung, orientiert an den Wohnwünschen der Bürger.“

Dazu der gesundheitspolitische Sprecher Thomas Reich:
„Der Lärm aus Schienenverkehr der direkt angrenzenden Elbbrücken ist erheblich und gesundheitsgefährdend. Die Bahn hat bereits nachdrücklich im Zusammenhang mit dem Bau des Elbtowers auf die zu erwartenden Lärmemissionen und die Erschütterungen hingewiesen, die auf die Wohnungen einwirken. Die Probleme werden einfach ausgeblendet.“

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