AfD-Fraktion fordert das Belassen der Benin-Bronzen in Hamburg / Wolf: „Wertvolle Kunstwerke in Hamburg behalten“

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Seit Jahrzehnten fordert Nigeria die Rückgabe der als „Benin-Bronzen“ bekannten Skulpturen und Metalltafeln, die Ende des 19. Jahrhunderts bei einer britischen Strafexpedition nach Europa gelangt sind. In deutschen Museen sollen über 1.000 dieser Objekte liegen. Regierungsvertreter beider Länder unterzeichneten kürzlich eine Absichtserklärung, dass diese Objekte an Nigeria übertragen werden. Auch Hamburg plant die Übergabe. Hamburger Museen verfügen momentan über einen Bestand von insgesamt 179 Kunstwerken, der wirtschaftliche Gesamtwert wird auf rund 60 Millionen Euro taxiert.
Die Bronzen stammen allerdings nicht von deutschen Kolonialbeamten oder Abenteurern, sondern sind von Briten von Benin nach Europa gebracht worden. Die Bronzen gelangten vor allem über die rege Ankauftätigkeit des Anthropologen Felix Ritter von Luschan im Auftrag des Berliner Völkerkundemuseums nach Deutschland.
Die AfD-Fraktion fordert den Stopp der übereilten Übertragung der Eigentumsrechte an Nigeria und den Verbleib in Hamburg (Drucksache 22/9313).

Dazu der Fraktionsvizechef und kulturpolitische Sprecher Dr. Alexander Wolf:
„Die wertvollen Kunstobjekte sind keine deutsche Raubkunst, insofern gibt es überhaupt kein Unrecht, was wiedergutmacht werden muss. Zudem hat Nigeria überhaupt gar keine Kapazitäten, die Bronzen angemessen auszustellen. Außerdem befindet sich der Vielvölkerstaat in ständigen Konflikten und es besteht die Gefahr, dass die Kunstschätze in die Hände von Räubern und Aufständischen gelangt. Deshalb belassen wir die Bronzen dort, wo sie seit über 100 Jahren gut und sicher stehen.“

Bildnachweis: Benin Bronzes – British Museum, Joyofmuseums, CC BY-SA 4.0, unverändert.

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