Verkehrskollaps durch 9-Euro-Ticket? Senat sieht keinen Handlungsbedarf / Nockemann: „Verkehrschaos vorprogrammiert“

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Am 1. Juni erfolgt die Einführung des sogenannten 9-Euro-Tickets. Verkehrssenator Tjarks (Grüne) zufolge, sollen die Menschen in Busse und Bahnen gelockt werden.
Auf Anfrage der AfD-Fraktion zum 9-Euro-Ticket antwortete der Senat, die Kapazitäten der Hamburger Verkehrsbetriebe seien ausreichend (Drucksache 22/8086). Gleichzeitig räumt der Senat Unkenntnis darüber ein, welche Mehrbelastung auf den Nahverkehr zukommen wird. Laut Senatsantwort ist die Nachfrage im März 2022 wieder bei circa 80 Prozent im Vergleich zu den Fahrgastzahlen, die im März 2019 ermittelt wurden.

Dazu der verkehrspolitische Sprecher Dirk Nockemann:
„Die Verkehrsauslastung der Bahn nähert sich den Vor-Coronazeiten. Mit dem attraktiven 9-Euro-Ticket ist in den Sommermonaten ein Verkehrskollaps zu befürchten. Rot-Grün hat darauf keine Antwort parat – das Verkehrschaos ist vorprogrammiert. Um das zu verhindern, muss der Gesamtverkehr fließen. Es muss Entlastung her – die Straßen müssen vom Stau- und Baustellenchaos befreit werden. Der Senat sowie die öffentlichen Unternehmen sind dazu aufgerufen, den voraussichtlich stark steigenden Kundenzustrom in geordnete Bahnen zu lenken.“

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