AfD-Fraktion fordert: Obdachlosenprojekt „Housing-First“ auf Eis legen! / Schulz: „Reine Mogelpackung“

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Die Regierungsfraktionen haben im Koalitionsvertrag angekündigt, das Modellprojekt für Obdachlose „Housing-First“ umzusetzen. Auch CDU und Linke unterstützen dies. Die AfD-Fraktion fordert im Rahmen der Haushaltsberatungen in einem Antrag (Drucksache 22/4476), keine Mittel für dieses Projekt zu verwenden. Stattdessen soll in den Ausbau des bestehenden Hilfesystems der Stadt investiert werden.

Dazu der sozialpolitische Sprecher Marco Schulz:
„Das Projekt ‚Housing-First‘ ist eine Mogelpackung gegenüber Steuerzahler und Hilfsbedürftigen. Mit dem Prinzip der Wohnungsvergabe ohne Vorbedingungen wird man die Obdachlosen zwar von der Straße, nicht aber zurück in die Mitte unserer Gesellschaft holen. Denn auch nach der Wohnungsvergabe sieht der Ansatz keine verpflichtenden Hilfsangebote vor, alles soll auf Freiwilligkeit basieren. Es darf also angezweifelt werden, ob das Projekt die Wohnungs- und Obdachlosen zu einem eigenständigen und verantwortungsvollen Leben befähigt, wenn Alkohol- und Drogenabhängigkeit theoretisch weiter bestehen bleiben dürfen. In Hamburg existieren bereits ausdifferenzierte und über Jahre erprobte Wiedereingliederungsansätze, welche mit dem Erreichen verpflichtender Zwischenziele arbeiten. Wir brauchen kein weiteres Konzept, wir brauchen lediglich mehr Plätze für die konventionellen Ansätze.“

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