AfD-Fraktion fordert G9 als Wahloption an Gymnasien / Wolf: „Wahlfreiheit einführen!“

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Die AfD-Fraktion fordert in einem Antrag, dass künftig mindestens ein Gymnasium pro Bezirk das Abitur nach neun Schuljahren als Option anbietet (Drucksache 22/1294). Initiativen wie „G9-Jetzt-HH“ setzen sich für die Wiedereinführung von G9 ein. In anderen Bundesländern wie Schleswig-Holstein, Hessen oder Baden-Württemberg wurde das G9 wiedereingeführt und als Wahloption den Schulen überlassen.
In Hamburg wurde vor zehn Jahren unter dem schwarz-grünen Senat das neunjährige Gymnasium (G9) durch das achtjährige Gymnasium (G8) ersetzt. SPD, Grüne und CDU einigten sich auf einen „Schulfrieden“ und vereinbarten, für mindestens zehn Jahre keine weiteren Änderungen an der Schulstruktur vorzunehmen. 2019 wurde der Waffenstillstand bis 2025 verlängert.

Dazu der Vorsitzende und schulpolitische Sprecher Dr. Alexander Wolf:
„Wir als AfD-Fraktion möchten Eltern und Schülern die Möglichkeit bieten, sich zwischen G8 und G9 an Gymnasien zu entscheiden. Aus unserer Sicht steht G9 für ein nachhaltiges Lernen, eine größere Vertiefung im Unterricht und mehr Freiraum, um auch außerhalb der Schule Interessen und Fähigkeiten zu entwickeln, gerade auch Musik und Sport. Wir brauchen mehr Mut zur Entschleunigung statt Turbo-Abi.
Was in einigen Bundesländern Schule macht, sollte uns auch in Hamburg ermutigen. Mit Erfolg ist eine zügige Umstellung zum alten Abitur nach 13 Schuljahren gelungen – ohne das befürchtete Chaos. Die Kritik von Schülern und Eltern bis hin zu Volksinitiativen an G8 ist unvermindert groß. Wir fordern daher Wahlfreiheit zwischen G8 und G9 an Gymnasien, um Schülern und Eltern diese wichtige Zukunftsentscheidung selbst überlassen zu können.“

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