Kraftwerk Wedel schleudert Asche in die Luft

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AfD beantragt die Erstellung eines unabhängigen Gutachtens

Hamburg, 03.11.2016 – Im Umfeld des Kraftwerks Wedel kommt es immer wieder zu großflächigen Verunreinigungen. Gelbe, weiße und grüne Bröckchen verteilen sich im Siedlungsbereich. Die Anwohner an der Hamburger Landesgrenze zu Schleswig-Holstein sind besorgt und manche verängstigt. Ein Gutachter, der vom Kraftwerksbetreiber Vattenfall beauftragt wurde, behauptet die Partikel seien unschädlich. Ein weiterer Gutachter kommt dagegen zu einem anderen Ergebnis. Demnach sollen die ausgestoßenen Partikel hoch aggressiv und ätzend sein. Der Nickelgehalt sei besonders hoch und könne in einer zu hohen Dosis Krebs verursachen.

Die AfD-Fraktion wollte Klarheit in die Sache bringen und befragte den Hamburger Senat. Die Antwort der Schriftlichen Kleinen Anfrage fiel wortkarg und ergebnislos aus. Es liegen keine Erkenntnisse vor (Drs. 21/6405). Daraufhin brachte die AfD-Fraktion am 26. Oktober einen Antrag (Drs. 21/6464) in die Bürgerschaft ein. Dadurch soll ein eigenständiges und unabhängiges Gutachten über ein mögliches Gefährdungspotential erstellt und mögliche Auswirkungen auf die Umwelt Hamburgs in Erfahrung gebracht werden. Der Antrag wird in der nächsten Sitzung der Bürgerschaft behandelt.

Dazu die AfD-Abgeordnete Andrea Oelschläger: „Das Kraftwerk Wedel sollte ursprünglich 2013 stillgelegt werden. Aber das Kraftwerk erhielt eine Laufzeitverlängerung, damit Hamburgs Fernwärmeversorgung bis zur Inbetriebnahme des neuen Heizkraftwerks sichergestellt ist. Der Senat konnte sich über Jahre hinweg nicht entscheiden und lässt die Bürger jetzt im Asche-Regen stehen. Der Senat riskiert durch Untätigkeit die Verschmutzung von Luft, Wasser und Boden. Er setzt das Vertrauen der Bevölkerung in die Politik aufs Spiel. Deshalb ist ein behördliches und gemeinsames Einschreiten der Länder Hamburg und Schleswig-Holstein dringend geboten.“

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