Freikarten-Affäre weitet sich rasant aus / Nockemann: „Filz, Käuflichkeit und Amtsmissbrauch im großen Maßstab. Jetzt alles offenlegen“

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Keith Richards von den Rolling Stones.

Der Skandal um die Freikarten für das Stones-Konzert 2017 im Stadtpark weitet sich immer weiter aus. Mit den Staatsräten Andreas Rieckhof und Matthias Kock wird nun, laut Hamburger Abendblatt (7.3.2019) sogar gegen Senatsmitglieder ermittelt. Nutznießerin der Freikarten war auch Anja Domres, der Vizechefin des Landesamtes für Verfassungsschutz.

Bislang weigert sich das Bezirksamt den Vertrag mit dem Konzertbetreiber offenzulegen, obwohl das Hamburgische Transparenzgesetz dies vorsieht. Im Raum steht, ob sich der Veranstalter im Gegenzug zur Freikarten-Vergabe handfeste Vorteile erschlichen hat. Die AfD-Fraktion forderte schon im Juni letzten Jahres, eine Liste mit Empfängern der Konzertkarten offenzulegen (Drucksache 21/13436).

Dazu der innenpolitische Sprecher und Vorsitzende der AfD-Fraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft Dirk Nockemann„Die Stadt ist kein Selbstbedienungsladen für die Mächtigen, auch nicht, wenn es um vermeintlich so harmloses wie kostenlose oder verbilligte Konzertkarten geht. Dass der Skandal immer weitere Kreise zieht, zeigt, dass hier anscheinend auf breiter Basis das Gefühl für Recht und Unrecht verlorengegangen ist. Die Untersuchungen deuten auf Filz, Käuflichkeit und Amtsmissbrauch im großen Maßstab hin. Gerade in einer derartigen Situation erfordert die Widerlegung des bösen Scheins ein rasches und kein verzögerndes Verhalten. Der Vertrag muss umgehend veröffentlicht werden.“

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