Offizierheimgesellschaft an Helmut-Schmidt-Universität sagt AfD-Fraktionsveranstaltung ab / Kruse: „Eindeutig politisch motiviert“

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Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Fraktion im Dialog“ sollte am Mittwoch der Berliner AfD-Fraktionsvorsitzende Oberst Pazderski über „Bundeswehr und Wehrmacht: Tradition und historische Verantwortung“ an der Helmut-Schmidt-Universität in Hamburg referieren.
Die Veranstaltung wurde kurzfristig vom Vorstand der Offizierheimgesellschaft (OHG) abgesagt. Die Absage wird unter anderem damit begründet, dass Oberst Pazderski sich „in jüngster Vergangenheit öffentlich sowohl über die Bundeskanzlerin als auch über die Verteidigungsministerin negativ geäußert“ habe. Zudem sei die öffentliche Bewerbung der Veranstaltung nicht mit dem Vorstand abgesprochen und angesichts des bevorstehenden G20-Gipfels könne die Sicherheit der Veranstaltung nicht mehr garantiert werden.

Prof. Dr. Jörn Kruse, langjähriger Professor für Wirtschaftspolitik an der Helmut-Schmidt-Universität, beschwerte sich in einem Brief beim zuständigen Oberstleutnant Hülcher.

Die Veranstaltung findet nun in der Schmiedestraße 2 statt. Anmeldungen unter 040/42831-2518 oder afd-veranstaltungen@afd-fraktion.hamburg.de.

Dazu der Fraktionsvorsitzende der AfD-Fraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft Prof. Dr. Jörn Kruse:
„Die Absage ist eindeutig politisch motiviert und die angeführten Gründe sind nur vorgeschoben. Das Thema hat sich keineswegs verändert und wurde nur präzisiert. Oberst Pazderski ist polnischer Abstammung, deshalb ist er geradezu prädestiniert, über das Thema zu referieren.
Schade, dass das hochaktuelle Thema Traditionsverständnis in der Bundeswehr nur im stillen Kämmerlein des Bundesverteidigungsministeriums diskutiert werden darf. Eigentlich war die HSU auch immer ein Ort der freien Rede und des Diskurses, aber heute werden offenbar von der militärischen Führung teilweise kritische Geister sanktioniert.“

Der Fraktionsvorsitzende Dr. Bernd Baumann ergänzt:
„Offenkundig reicht der lange Arm Ursula von der Leyens bis nach Hamburg. Wer Kritik anmerkt, dem wird die Türe vor der Nase zugeknallt. Bei der AfD sind wir das leider schon gewohnt, sobald wir als AfD anklopfen, schließt sich unter fadenscheinigen Begründungen die Türe.
Erschreckend ist, dass eine Veranstaltung an einer Bundeswehr (!)-Universität wegen angeblicher Sicherheitsbedenken nicht durchgeführt werden kann.“

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