Umstrittene Sexualerzieherin an Hamburger Schule

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AfD mahnt Schulbehörde zur strikten Durchsetzung der geltenden Jugendschutzbestimmungen

„Das ist ein ernster politischer Vorgang. Einerseits weist die Hamburger Schulbehörde die Lehrkräfte völlig zu Recht darauf hin, das umstrittene Buch der Sexologin Ann-Marlene Henning („Make Love“) aufgrund der pornografischen Bilder und Erzählungen nicht im Unterricht einzusetzen. Andererseits lässt die Behörde den Hamburger Schulen Freiraum bei der Entscheidung, Frau Henning als Expertin zur Ergänzung der schulischen Sexualerziehung – wie an der Stadtteilschule Walddörfer geschehen – mit ihren umstrittenen Inhalten auftreten zu lassen. Diese Praxis ist vor dem Hintergrund der geltenden Jugendschutzbestimmungen rechtlich höchst fragwürdig und politisch unsäglich“, sagt der Jurist und schulpolitische Sprecher der AfD-Fraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft, Dr. Alexander Wolf.

Wolf reagiert damit auf die Antwort des Senats auf eine Schriftliche Kleine Anfrage (Drucksache 21/3611), in der die Behörde für Schule und Berufsbildung den Auftritt der Sexologin Frau Henning mit der nach dem Hamburger Schulgesetz geltenden Schulautonomie rechtfertigt. Demnach können Hamburger Schulen in Eigenverantwortung eigene inhaltliche Schwerpunkte setzen, die Art der Unterrichtsgestaltung festlegen und die Auswahl von externen Referenten zur Vertiefung der Unterrichtsinhalte selbst bestimmen. Das gelte auch für die Sexualerziehung, so die Antwort des Senats.

„Nach Berichten von Teilnehmern“, führt Wolf aus, „soll Frau Henning während ihres Vortrages an der Stadtteilschule Walddörfer ihr Buch mit den umstrittenen Grafiken ausgelegt und einige sehr schambehaftete Äußerungen zu diversen Sexualpraktiken getätigt haben. Ich meine, hier muss die zuständige Schulaufsicht eine strikte Kontrolle ausüben und die Durchsetzung der Jugendschutzbestimmungen gewährleisten. Das gilt auch für den Fall, dass die Veranstaltung mit Frau Henning unter Einbeziehung der Eltern organisiert und durchgeführt wurde“.

Abseits von der rechtlichen Bewertung des Falles plädiert Wolf für eine altersgerechte und sensible Aufbereitung sexualerzieherischer Inhalte im Unterricht, in denen Kinder und Jugendliche nicht mit pornografischen Bildern oder vulgären Beschreibungen diverser Sexpraktiken konfrontiert werden. „Auch Kinder haben ein Recht auf Scham“, so Wolf.

2 Kommentare

  1. Ich denke da grundsätzlich anders als Sie, liebe Fraktion!

    Ich versuche mir gerade vorzustellen, was wohl geschieht, wenn man eine derartige Sexualerziehung an „südländisch“ dominierten Schulen z.B. in Wilhelmsburg einführen würde. Nein… ich stell’s mir lieber nicht vor.

    Vielleicht werden wir uns schon in wenigen Jahren nach den Zeiten zurücksehnen, in denen an einigen wenigen noch verbliebenen Schulen eine tabufreie Sexualerziehung praktiziert werden durfte.

    Ist unsere sexuelle Freiheit nicht ein über Jahrzehnte teuer erkämpftes Gut, was wir in diesen Monaten leichtfertig den zugewanderten rückständigen Ethnien unterwerfen? Sollten wir uns nicht eher hinter die mutige Stadtteilschule Walddörfer stellen? Eine der letzten westlich und modern orientierten Schulen in unserer zunehmend islamisierenden Gesellschaft?

    Sollten wir das Banner unserer Freiheit nicht bei jeder sich ergebenden Gelegenheit stolz in die Höhe halten? Höher als jedes Minarett? Selbst dann, wenn die Form der Sexualerziehung selbst für unsere Verhältnisse arg „gewöhnungsbedürftig“ ist?

    Unsere Kinder werden es überleben. Die sind im Internet doch ganz andere Dinge gewöhnt.

    Aber werden es auch die einzig wahren „Gläubigen“ überstehen? Und wird es den grünen und linken „das-ist-gut-so“-Klatschern behagen, wenn sich die AfD hinter die o.a. progressive Aufklärung stellt?

    Viele Grüße

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