Party mit Palmen-Produkten: Senats-Klimasparbuch für Studierende enthält Klimakiller-Tipps

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AfD-Fraktion: „Ideologie schlägt gesunden Menschenverstand

Hamburg, 23.09.2016 – Mit erheblichem Aufwand hat die Hamburger Umweltbehörde ein neues „Klimasparbuch für Studierende“ herausgegeben. Unter der Überschrift „Klara und die Briketts aus der Kokosnuss“ hatte der Senat kürzlich eine entsprechende Mitteilung dazu publiziert.

Die umweltpolitische Sprecherin der AfD-Fraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft, Andrea Oelschläger, dazu: „Neben einem Teil mit Gutscheinen soll es sich bei dem Werk um den Guide für Studierende handeln. Mit ihm könne man ,klimafreundlich‘ einkaufen, essen, entspannen und mobil sein. Bereits in der Ankündigung werden einige der im Buch enthaltenen ,überraschenden Infos‘ offenbart: Partygeschirr sollte aus Bananenblättern sein, Grillkohle bittesehr aus Kokosschalen, und Gratisobst gäbe es ja vom Straßenbaum.“

„Es drängt sich der Eindruck auf, dass es sich bei dem Ratgeber vor allem um eine umweltpolitische Wohlfühl-Fibel handelt, die zwar das ökologische Gewissen beruhigen soll, aber auf den ersten Blick mit wenig realitätsnahen Nachhaltigkeits-Tipps aufwartet. Es scheint, dass auch bei dieser Senats-Publikation Ideologie den gesunden Menschenverstand besiegt hat“, so Andrea Oelschläger. „Wir werden die Ratschläge im Detail in Kürze genauer bewerten und dazu unsere Meinung kundtun. Was jedoch gleich auffällt ist etwa, dass Kokospalmen in Mitteleuropa nicht wirklich heimisch sind und schon von daher ein Transport aus den Tropen fällig wird“, so Oelschläger weiter. Und da Kokospalmen, sofern sie wirtschaftlich genutzt werden, in Plantagen angebaut sein werden, bestehe auch hier, wie bei den Ölpalmen, die „Gefahr der Substitution von subtropischen Naturwäldern durch Plantagen, damit Hamburger Studenten mit reinem Gewissen eine Grillfeier veranstalten können.“

„Dabei haben wir in Mitteleuropa, und insbesondere in Deutschland, eine Forstwirtschaft, die den Begriff der Nachhaltigkeit quasi erfunden hat, man denke hier nur an die Ausführungen von Carl von Carlowitz. Es ist möglicherweise weniger schädlich, heimische Grillkohle, z.B. aus PEFC-zertifizierter Buche zu verwenden“, so Oelschläger.

Der Gipfel der Genüsse sei dann allerdings, dass es den Ratgeber lediglich in gedruckter Form gibt. Oelschläger: „Es hätte vielleicht einen gewissen Sinn gehabt, den Ratgeber vollkommen Klimaneutral als PDF-Datei bereitzustellen. Leider hat die Behörde dies nicht vorgesehen.“

1 Kommentar

  1. Hallo,

    vielen Dank für diese ersten Vorabinfos, Frau Oelschläger.

    Das erinnert mich stark an den Hype um Elektromobile. Zwar ist Fahrbetrieb der Vehikel leise und abgasfrei. Keine Frage.

    Aber man scheint sich wenig Gedanken um die Herkunft und die verlustreiche Übertragung des Stromes und die problematische Anfertigung und Entsorgung der kurzlebigen Fahrakkus zu machen.

    Unsere Politiker-„Koryphäen“ mit überwiegend kaufmännischer oder juristischer Ausbildung raffen doch nur: „Strom kommt aus der Steckdose, Akkus aus China und E-Fahrzeuge machen keine Abgase“.

    Damit ist die Entscheidung für einen Durchschnittspolitiker klar: „Elektro ist gut und muss heftig gefördert und erzwungen werden“ und man kann sich wieder mit interessanteren Dingen befassen. Wie man zum Beispiel die AfD sabotiert.

    Viele Grüße

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