BILD-“Berichterstattung über die AfD in Hamburg

Schönes Beispiel der „Lückenpresse“ bei der BILD-Zeitung: Alle Parteien, die in der Bürgerschaft sitzen, sind im Artikel – teilweise mehrmals – mit Zitaten vertreten. Nur die AfD nicht, obwohl ein Tag zuvor eine Pressemitteilung genau zur Thematik auch an mehrere BILD-Redakteure rausging.
Partei-Ranking im Artikel:
SPD: 6
CDU: 4
Grüne: 3
FDP: 1
Linke: 1
AfD: 0

Hier ein offener Brief an BILD-Redakteur Markus Arndt:

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Sehr geehrter Herr Arndt,
die Presse wehrt sich gegen den undifferenzierten Begriff “Lügenpresse”. Offenkundig ist der Begriff “Lückenpresse” besser geeignet, um das Verhältnis zwischen “Altmedien” und AfD zu beschreiben:
Am 10. Juli um 15.37 Uhr wurde die Pressemitteilung „Rote Flora dichtmachen“ – auch an Sie – verschickt. Der besagte Artikel erschien am 11. Juli um 23.29 Uhr. Der Begriff Lückenpresse trifft es hier ganz gut. Alle politischen Akteure wurden – teilweise sogar gezielt – abgefragt, wie sie zur “Roten Flora” stehen.

Sie kritisieren im Artikel, dass Sie von den GRÜNEN keine Antwort erhielten. Von der AfD bekamen sie eine Pressemitteilung “frei Haus”, aber weshalb schaffen Sie es nicht, sie Ihren Lesern zur Kenntnis zu geben. Gehört es nicht zu den Aufgaben der Berichterstattung, über das zu berichten, was ist?
Die AfD wird ganz gezielt weggelassen mit dem Ziel, diese ja nicht am öffentlichen Diskurs zu beteiligen. Sie soll in der Schweigespirale verschwinden, damit sie nicht wahrgenommen wird. Genau diese Vorgehensweise hat in der Vergangenheit zur Gründung unserer Partei geführt.

Warum ermöglichen Sie Ihren Lesern nicht, sich selbst ein “Bild” zu machen? So lautete doch mal das Credo ihrer Zeitung: “BILD Dir Deine Meinung!”. Schauen wir uns den Slogan heute an: “Unabhängig – überparteilich”. Angesichts Ihrer Berichterstattung zur AfD in Hamburg kann davon leider gar keine Rede sein.

Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie zukünftig die AfD fairerweise in Ihre Berichterstattung mit aufnehmen und damit ihrem Motto “Unabhängig – überparteilich” gerecht werden.

Unser Pressesprecher Robert O. steht ihnen unter *** für Nachfragen selbstverständlich jederzeit gern zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
gez. Prof. Dr. Jörn Kruse / gez. Dr. Alexander Wolf
Vorsitzender der AfD-Bürgerschaftsfraktion / Parlamentarischer Geschäftsführer
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2 Kommentare zu “BILD-“Berichterstattung über die AfD in Hamburg

  1. kataplektor Antworten

    Eine Zeitung, die nicht mehr unabhängig und unparteiisch berichtet, und bewußt die Meinung eines Teils der Bevölkerung ignoriert, muß sich nicht wundern, wenn die Auflagenhöhe stetig sinkt.
    Und Parteien, die grundsätzlich glauben, die AfD an den rechten Rand stellen zu müssen und somit ebenfalls den Willen eines großen Teils der Bevölkerung ignorieren, dürfen sich nicht wundern, wenn sie an Wählerstimmen verlieren.
    Wir haben bald die Gelegenheit, zu zeigen, wie stark wir sind und dass es doch eine große Anzahl von Menschen gibt, die endlich eine andere Politik wollen!

  2. Melanie Anthes Antworten

    Es ist schon enttäuchend zu sehen das jetzt auch die Bild-Zeitung ins Linke Lager abgedriftet ist. Somit sollten die Bild im Titel das “Unabhängig – überparteilich” streichen, denn wenn die “Bild-Zeitung” meint nicht mehr das ganze Parteienspektrum abbilden zu müssen, dann ist die “Bild-Zeitung” Abhängig und parteiich.

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